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U18: Start in die neue Saison vollzogen

Die Saison 2017/2018 ist nun fast drei Monate alt, die ersten Spiele sind absolviert, die ersten Erkenntnisse gewonnen.

Zeit für ein erstes Zwischenfazit und Gedanken des Trainers:

 

Was hat sich im Kader verändert?

Viel. Mit Arif Arifi, Niklas Stichel und Timo Walke ist gleich die komplette Point Guard-Garde altermässig ausgeschieden und in den Herrenkader gewechselt. Zugleich verlor das Team damit auch die drei besten Verteidiger und schnellsten Spieler der letzten Saison. Mit Noah Eze wurde noch ein vierter Spieler „zu alt“.

Mit diesen Veränderungen musste über einen neuen Spielstil nachgedacht und der zahlenmässige Aderlass kompensiert werden.

Aus der U14 wurde das Wagnis unternommen, mit Moritz Döpper und Luan Silvestru zwei sehr junge Nachwuchstalente hochzumelden, um einerseite deren Trainingseifer zu belohnen und andererseits den dünnen Kader zu stabilisieren.

Des einen Pech, des anderen Glück: Leider konnte die U18 der TV Plochingen den Spielbetrieb nicht aufrechterhalten, so dass auf einmal vier Spieler dieser Mannschaft in der Aichwalder Halle standen. Nach einigen Schnuppereinheiten komplettieren diese nun das Team und stellen somit eine enorme Hilfe dar. Dies ist umso wichtiger, als dass sich zwei Spieler des letztjährigen Kaders trotz ihrer Zusagen leider etwas rar gemacht haben, wovon einer wenigstens den Dialog mit dem Trainer suchte und seine Pause begründete.

So geht die Mannschaft nun mit einer Kadergröße von 13 Spielern in den weiteren Verlauf der Saison.

 

Wie sieht dieser neue Spielstil aus?

Durch die Kaderveränderungen müssen nun andere Spieler deutlich mehr Verantwortung übernehmen und dem Spiel ihren Stempel aufdrücken. Es wurde deutlich, dass sie dieses auch bereitwillig tun und somit eine wesentlich mannschaftsdienlichere Spielweise zu erkennen ist.

Auf der Position des Point Guards wurde der U14-Spieler Moritz Döpper ins kalte Wasser geschmissen und sofort in die Startformation beordert.

Auf den Positionen 2 und 3 zeigen Chris Buschatz und Dejan Vujaklija deutliche Fortschritte in Technik und der Beurteilung von Spielsituationen, Benjamin Lang und Jonas Hildebrand entwickeln sich langsam aber stetig zu verlässlichen Scorern mit starkem Fortschritt in Wurftechnik und Aktionen zum Korb, wobei Jonas aufgrund seiner Variabilität auch die Positionen 4 und 5 spielen kann.

Auf der 4 haben wir mit Janne Pussinen einen Spieler, der seine Postbewegungen enorm verbessert hat und auf dem Weg zu konstanten zweistelligen Punkteausbeuten ist.

Die großen „Männer“ Marc Spieth und Shakur Idrissou haben die Aufgabe, die Bretter, vor allem das eigene, zu beherrschen. Auch diese beiden zeigen grosse Trainingsfortschritte, Marc bastelt weiter fleissig an seinen Postbewegungen, die im Training bereits erfolgreich zu beobachten sind, die er aber im Spiel mit mehr Selbstvertrauen und Mut auch anbringen muss, während Shakur eine enorm verbesserte Wurftechnik zeigt.

Luan ist auf dem Weg den grossen Sprung von U14 zu U18-Training hinzubekommen und zeichnet sich durch Fleiss und Willen aus.

Über die vier Neuzugänge aus Plochingen wird zu einem späteren Zeitpunkt zu berichten sein, sie müssen ihre Integration vorantreiben und ihre Rolle finden.

Alles in allem bedeutet das: kontrollierterer Angriff mit mehr Passspiel, mehr Angriffsoptionen, aber auch Abstriche im Fastbreakspiel und aggressivem Verteidigungsverhalten. Durch das Verteilen der Verantwortung auf mehr Schultern und die erzielten Trainingsfortschritte bedeutet das aber auch, dass schon jetzt fünf Spieler durchaus das Potenzial haben, pro Spiel zweistellig zu punkten, wenn der Kopf mitmacht und die eigenen Fähigkeiten situativ sinnvoll eingesetzt werden. Daran gilt es weiter zu arbeiten, für alle Spieler des Kaders, sowie in den folgenden Wochen die Verteidigungsintensität wieder mindestens auf das Niveau der Vorsaison zu hieven.

 

Wie waren die Ergebnisse der ersten Spiele?

Zwei Niederlagen, ein Sieg ist die bisherige Ausbeute. Neben einem sehr deutlichen Erfolg in Plochingen setzte es zwei knappe und vermeidbare Niederlagen gegen CSV Stuttgart und SV Möhringen. Diese lassen sich prägnant dadurch erklären, dass die Verteidigungsintensität noch nicht auf dem Niveau der letzten Saison ist. Zu häufig wurden die Penetrationsbewegungen der Schlüsselspieler nicht verhindert. Da auch die Entwicklung der Helferaktionen noch am Beginn ist, kamen die Gegner dadurch immer wieder zu leichten und auch spielentscheidenden Punkten. Auch der Defensivrebound steckte noch nicht so in den Köpfen der Spieler, als dass er eine verlässliche Tugend gewesen wäre.

Im Angriff wurde phasenweise der mannschaftliche Faden verloren, so dass über Einzelaktionen versucht wurde zu punkten, was häufig auch zu Ballverlusten führte.

Dennoch herrscht Optimismus, dass in den genannten Bereichen weitere Fortschritte erzielt werden, so dass das Team in den kommenden Wochen die Spiele gegen starke Gegner auf Augenhöhe gestalten kann.